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Fachbegriffe

Wofür steht eigentlich der Ausdruck...

Rund um die CD gibt es viele Fachbegriffe, Kürzel und Standards, die unter anderem Formate, Normen, Prüfstrategien bezeichnen und eindeutig benennen. Wir haben Ihnen hier einige Definitionen wichtiger Begriffe aufgelistet. Für weitere Fragen haben stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

  • Abtastgeschwindigkeit

    Die Abtastgeschwindigkeit einer CD ist konstant (CLV). Sie beträgt je nach Spiellänge der Disc 1,2 bis 1,4 m/s. Das heißt, die Drehzahl einer CD variiert. Daraus resultiert, dass bei jedem Lesezugriff auf einen bestimmten Radius die Drehzahl erneut eingeregelt werden muß.
  • Blue Book

    Das derzeit jüngste Format soll verhindern, daß Beschädigungen der HiFi-Anlage durch Falschinterpretation der aufgezeichneten Information im ersten Track (ROM) auftreten, wie es bei der Wiedergabe von MixedMode-CDs in Audio-CD-Playern vorkommen kann. Als Lösung wurde ein Multisession-Format eingeführt, das in der ersten Session (nur diese wird von einem CD-Player erkannt) ausschließlich Audiodaten enthält und deren CD-ROM/XA-Daten in den nachfolgenden Sessions von den mittlerweile verbreiteten multisessionfähigen CD-ROM-Laufwerken der Computer gelesen werden können. Die erste Session entspricht dem Red Book und die zweite muß im ISO 9660-Format gespeicherte Informationen enthalten. Hybridtracks und CD-i-Daten sind möglich. Siehe auch CD-Plus.
  • CD-BGM (BackGround-Music)

    Die CD-BGM ist eine CD-i-Anwendung, die Audio im CD-i-Format ADPCM komprimiert speichert. Sie eignet sich speziell für Hintergrundmusik, da abhängig von der Qualität der Kompression bis zu sieben Stunden Musik gespeichert werden können. Für die Wiedergabe ist spezielle Hardware nötig.
  • CD BRIDGE

    Eine spezielle CD-ROM/XA, die sowohl Daten für den CD-i-Player, als auch für PCs (IBM-kompatible und Apple Macintosh) und eventuell für Photo-CD-Player enthält. Damit ist die Photo-CD eine typische CD-Bridge-Anwendung.
  • CD-DA (Digital Audio)

    Die Audio-CD mit 2 Kanälen (Stereo) zu 16 Bit Abtasttiefe und 44100 Abtastwerten pro Kanal und Sekunde.
  • CD-E (Erasable)

    Gegenwärtig in Vorbereitung: ein Standard für eine wiederbeschreibbare CD-R, deren Funktion auf einer Veränderung der Reflexion beruht. Für das Lesen der CD-E werden speziell modifizierte Player benötigt.
  • CD-EXTRA

    Siehe CD-Plus
  • CD+G (Graphic)

    CD-Audio mit Grafikinformationen in den sonst ungenutzten Subcode-Kanälen R bis W. Diese können auf folgenden Plattformen mit Grafik abgespielt werden: CD-i, SEGA-CD, CDTV, Karaoke.
  • CD-I (interactive)

    Sie entspricht in der Architektur einer CD-ROM/XA, enthält aber eine Applikation (Programm) für das Betriebssystem CD-RTOS des Players.
  • CD-K (Karaoke)

    Entspricht einer Video-CD.
  • CD-MO (Magneto Optical)

    Bei diesem Verfahren (beschrieben im Orange Book, Part I) wird die Informationsschicht der Disc mit einem magnetischen Verfahren moduliert. Die CD-MO ist nicht mit den CD-Standards aus Red- und Yellow Book kompatibel.
  • CD-PLUS

    Nachdem seit Dezember 1995 der Standard für die CD-Plus oder auch Enhanced Music Disc fixiert ist, steht die Markteinführung entsprechender Player an, die ähnliche Merkmale wie Karaoke-Player aufweisen sollen. Visuelle Informationen werden im JPEG bzw. MPEG-Format gespeichert und können, zumindest von den designierten Playern, synchron zum Audiomaterial wiedergegeben werden. Die CDs sind auch auf Audio-CD-Playern abspielbar, ohne daß wie bei den MixedMode-CDs der erste (ROM-) Track übersprungen werden muß, da er in einer zweiten Session an die Audiodaten angehängt wird. Der ROM-Track kann auch Daten für Computerplattformen (Apple Macintosh, Linux, Windows, usw.) enthalten.
  • CD-R (Recordable)

    Das System der einmal beschreibbaren CD wird im Orange Book, Part II, definiert. Mit Hilfe spezieller CD-Recorder können damit Kleinserien von CDs selbst hergestellt werden. Diese CDs sind je nach ihrem Inhalt (Audio, Video, ROM-Daten) auf den entsprechenden Plattformen lesbar. Synonyme für die CD-R sind: One-Off, Goldene CD, CD-WO.
    Die CD-R ist nicht mit der WORM (Write Once Read Many) und der CD-MO (Magneto Optical) kompatibel.
  • CD-READY

    Eine Audio-CD, die Merkmale einer CD-i aufweist. Sie enthält vor Track 1 eine "Pause" von mindestens 182 Sekunden, in der alle CD-i-Informationen gespeichert sind. Diese "Pause" wird von CD-Playern übersprungen.
  • CD-ROM (Read Only Memory)

    Die Aufzeichnung zur Speicherung von computerlesbaren Daten erfolgt in zwei Modi: Mode 1 enthält 2048 Byte Nutzerdaten pro Sektor (Block) plus Daten zur Fehlererkennung und -korrektur (EDC, ECC). Durch diese wird eine Datensicherheit erreicht, die eine CD-ROM für Computeranwendungen interessant macht.
    Mode 1 verfügt nicht über soIche Korrekturmöglichkeiten, bietet dafür aber 2336 Bytes pro Block. Damit ist Mode 2 für datenintensive Anwendungen prädestiniert, bei denen es in erster Linie auf eine hohe Datenrate ankommt.
  • CD-ROM/XA (Extended Architecture)

    Sie ermöglicht die Verzahnung von Audio- und ROM-Daten in einem Track, was der Synchronisation von z.B. ROM-Daten und Audio zugute kommt. Außerdem sind zwei Kompressionsalgorithmen für Audio vorgesehen, die bis zu 1.200 Minuten Musik ermöglichen, aber auch zusätzliche Hardware auf der Playerseite erfordern. Die Datenaufzeichnung erfolgt in Mode 2, Form 1 und 2. Die CD-ROM/XA-Struktur ist unter anderem gedacht für die CD-i. Aber nicht jede CD-ROM/XA spielt zwangsläufig auf einem CD-i-Player, da dieser ein eigenes Betriebssystem hat (CD-RTOS).
  • CDTV (Commodore Dynamic Total Vision)

    Eine CD nach Yellow Book. Ihre Daten sind im Format ISO 9660 Level 2, aufgezeichnet, was Dateinamen bis zu 31 Zeichen ermöglicht. Damit sind sie nur auf Amiga-Computern mit Betriebssystem Amiga-DOS und natürlich auf CDTV-Geräten abspielbar.
  • CIRC

    Der Crosslnterleave-Reed-Solomon-Code (CIRC) ist Bestandteil des Kodiervorgangs aller auf einer CD enthaltenen Nutzerdaten, unabhängig vom Format. Beim Auslesen der Daten während der Wiedergabe ermöglicht der CIRC die Korrektur in einem zweistufigen Dekoder. Dieser kennzeichnet fehlerhafte Datensätze mit Flags. Die Flags der Form CxFy werden von einer logischen Schaltung in die Form Ezy umgesetzt. Diese Form wird in Inspektionssystemen (siehe auch Ega, Replikation) allgemein zur Fehlerauswertung eingesetzt und ist ein Maß dafür, wieviele fehlerhafte Datensätze in jeder Korrekturstufe aufgetreten sind.
    Obwohl jedes Abspielgerät für CDs diesen Dekoder enthält, ist die Leistungsfähigkeit der einzelnen Geräte sehr unterschiedlich. Ursache sind verschiedene Strategien, die bei der Rekonstruktion der Daten angewandt werden.
  • Crosstalk

    Ist der Abstand zwischen zwei nebeneinander liegenden Bahnen der Spirale nicht konstant, kann das reflektierte Laserlicht durch Pits der benachbarten Spur verfälscht werden. Dieses Phänomen wird als "Übersprechen", "Crosstalk" oder "X-Talk" bezeichnet.
  • DDS

    Aus dem Bereich der digitalen Audiospeicherung wurde das Prinzip des R-DAT (Digital Audio Tape, Rotating head, 4 mm Bandbreite), übernommen. Die entsprechenden Laufwerke tragen im EDV-Bereich die Bezeichnung DDS (Digital Data Storage). Die zu verwendenden Kassetten sind für beide Anwendungen geometrisch gleich, allerdings kommt unterschiedliches Bandmaterial zum Einsatz.
  • E32

    Fehler E32 bedeutet, daß der Dekoder des CD-Lesegerätes bei der Fehlerkorrektur nicht alle fehlerhaften Datensätze reparieren konnte, und daher ungültige Daten weiterreichen muß. Bei Audio und Video besteht unter Umständen die Möglichkeit, die verlorenen Daten zu interpolieren (Concealing), bei CD- ROMs ist das nicht möglich. Sie werden unbrauchbar. Siehe auch CIRC.
  • ECC, EDC

    Abhängig von ihrer Nutzung für Audio, Video oder als CD-ROM, können auf einer CD zusätzliche Sicherungsmechanismen implementiert sein. Speziell bei CD-ROM bestehen sie in einer Möglichkeit zur Fehlererkennung (EDC - Error-DetectionCode) und -korrektur (ECC- ErrorCorrectionCode), die in jeden einzelnen Datensektor eingebaut ist. Erst durch sie wird die für eine rechentechnische Anwendung notwendige Datensicherheit geliefert.
  • Exabyte

    Die Exabyte Corp. ist der Hersteller der gleichnamigen Bandlaufwerke, die die Mechanik der Hi-8-Videotechnik für die Datenspeicherung am Computer nutzbar macht. Die Daten werden in verschiedenen Formaten und Protokollen auf dem Band (8mm) aufgezeichnet. Das ANSI- und das IBM-Format erlauben den Zugriff auf jede einzelne Datei auf diesem Band und unterscheiden sich hauptsächlich in der Kodierung der Daten.
    Das Protokoll, nach dem der Datentransfer stattfindet, heißt DDP (Disc-Description-Protocol). Die zu verwendenden Kassetten sind für Hi-8- und Computeranwendungen geometrisch gleich, allerdings kommt unterschiedliches Bandmaterial zum Einsatz.
  • Eye-Pattern

    Das durch Pit und Land modulierte Laserlicht eines CD-Lesegerätes stellt praktisch eine Hochfrequenzschwingung (HF-Signal) dar, die zur Rückgewinnung der gespeicherten Informationen aufbereitet und ausgewertet wird. Die Form des HF-Signals erinnert an ein Auge, daher der Name "Eye-Pattern".
  • Fehlerkorrektor

    Eine Besonderheit der digitalen Speicherung von Daten (Audio, Video, Computerdaten) sind die außergewöhnlichen Möglichkeiten der Fehlerkorrektur, das heißt der Restaurierung zerstörter (eigentlich schon verlorener) Daten. Dazu bedient sich das CompactDisc-System mehrerer, voneinander unabhängiger, aber in der Summe zusammenwirkender Korrektursysteme. Siehe auch Interleaving, CIRC, ECC, EDC, Frame Burst.
  • Frame Surst (FBL)

    Eine Aussage über die Qualität einer CD ergibt sich u.a. aus der Verteilung der aufgetretenen digitalen Fehler. Das ist der Ansatz des Frame-Burst oder FBL. Dieser Parameter ist folgendermaßen definiert: Übersteigt die Anzahl aufeinanderfolgender defekter Datensätze einen gewissen Wert (in der Regel 6), so ist FBL=1. Für jede weitere Überschreitung dieser Schwelte innerhalb derselben Sekunde wird FBL inkrementiert (z.B. 3, 4, ...)
  • Glasmaster

    Der Begriff Glasmastering faßt die Herstellung der Produktionswerkzeuge zusammen. Zunächst wird mit der Information vom Premaster (U-Matic, R-DAT, CD-R oder Exabyte) ein Laserstrahl moduliert, der die Daten auf eine speziell beschichtete Glasplatte, den Glasmaster überträgt. Diese wird metallisiert und in einem galvanischen Prozeß wächst eine Schicht aus Nickel auf: die Matrize (Stamper) entsteht. Nach Abtrennen der Matrize vom Glasmaster und abschließender Bearbeitung (Lackieren, Polieren, Stanzen, Testen) wird diese Matrize in eine Spritzgußmaschine eingebaut, mit der die CDs gespritzt werden. Bei größeren Auflagen wird diese erste Matrize ais "Vater" bezeichnet. In weiteren Durchläufen durch die Galvanik werden von diesem "Mütter" und "Söhne" (letztere sind wiederum Stamper) gezogen.
  • Green Book

    Spezifiziert das Layout der CD-i (interactive) und des Echtzeitbetriebssystems CD-RTOS. Mit CDs, die dem Green Book entsprechen, ist es möglich, Audio und Video in ein und demselben Track zu verschachteln (vgl. CD-ROM/XA). CD-i-Tracks werden weder im Inhaltsverzeichnis der CD (TDC) aufgeführt, noch im CD-Player abgespielt. Green Book-CDs werden immer in Mode 2 aufgezeichnet. Dabei wird zwischen zwei Formen unterschieden, Form 1 mit ECC, EDC für Daten und Programme und Form 2 ohne ECC, EDC für Audio/Video.
  • High Sierra (HSF)

    Auf dieses Format zur Datenspeicherung auf CD einigten sich 1986 die führenden Computerhersteller und die Firmen Sony und Philips. Als Standard wurde das HSF jedoch bereits Ende 1987 von der ISO9660 abgelöst. Es ist weitgehend mit der ISO-Norm identisch.
  • Hybrid Disk

    Dieser Begriff ist gebräuchlich für alle CD-ROM, die Daten für zwei oder mehr Computerplattformen enthalten. Die genaue Bezeichnung ist Multiplattform-Disc.
  • Interleaving

    Alle CD-Formate haben einen Schutz der Nutzerdaten gemein. Er beginnt mit ihrer mehrstufigen Verschachtelung (Interleaving), so daß ursprünglich aufeinanderfolgende Daten. über einen größeren Abschnitt des Tracks verteilt werden. Dadurch werden durch eventuell auftretende lokale Defekte beschädigte Datensätze zeitlich gedehnt, was eine nachfolgende Rekonstruktion wesentlich erleichtert. Siehe auch Fehlerkorrektur, ECC, EDC, CIRC
  • ISO9660

    CDs in diesem Dateisystem können auf allen Computerplattformen (Apple Macintosh, Windows, DOS, Unix, AMIGA, Atari, SGI, SUN, ACORN, usw.) gelesen werden. Die Namensgebung für die Dateien und Verzeichnisse ist jedoch sehr eingeschränkt: Dateinamen 8+3 Zeichen, Verzeichnisse 8 Zeichen, erlaubte Zeichen sind A-Z, 0-9 und _. Die maximale Verzeichnistiefe beträgt 8 Ebenen.
    Siehe auch ISO 9660 Level 2, Rock Ridge Extension
  • ISO9660 Level 2

    Da nicht alle Betriebssysteme die Dateinamen auf 8+3 Zeichen beschränken, wurde als Erweiterung zur ISO 9660 der Level 2 definiert, das längere Dateinamen bis 31 Zeichen und diverse Sonderzeichen in den Namen ermöglicht. Es wird hauptsächlich für AMIGA-DOS, OS/2 und Windows NT genutzt. Siehe auch ISO 9660, Rock Ridge Extension.
  • Jitter

    Jitter ist ein Qualitätsparameter für CDs. Er kennzeichnet Abweichungen von der Solllänge der Pits. Diese können zu einer Falschinterpretation der Daten führen, da in der Länge der Pits die Information gespeichert ist.
  • Lead-In

    Im Lead-In steht das Inhaltsverzeichnis einer CD. Es erstreckt sich zwischen den Radien 23 bis 25 mm.
    Siehe auch Lead-Out, Programmbereich, Session.
  • Lead-Out

    Das Lead-Out bildet den Abschluß des Programmbereichs und schließt unmittelbar an den Postgap des letzten Tracks an.
    Siehe auch Lead-ln, Programmbereich, Session.
  • Mastering

    Ein Sammelbegriff für alle Produktionsstufen, die der eigentlichen Replikation einer CD vorausgehen. Zum Mastering gehören das Premastering, das Glasmastering und die Galvanik.
  • Mixedmode (Audio Combined)

    Für die multimediale Präsentation von Musik wurde mit der MixedMode-CD eine Festlegung getroffen, die es ermöglicht auf einer CD-DA auch ROM-Daten unterzubringen. Problematisch ist, daß diese sich immer im ersten Track einer CD befinden müssen. Da aber einige CD-Player nicht, wie vorgesehen stummschalten, sondern die ROM-Daten als Audio interpretieren, kann das in Einzelfällen zur Zerstörung einer HiFi-Anlage führen. Siehe auch Blue Book, CD-Plus.
  • Orange Book

    Es beschreibt CDs, auf denen der Nutzer selbst Daten aufzeichnen kann. Teil 1 widmet sich der CD-MO (Magneto-optical, nicht zu verwechseln mit der sog. Magneto Optical Disc, MOD) und Teil 2 der CD-Recordable (CD-R, Goldene CD, One-Off, WO).
  • Pit

    Informationen werden auf der CD in Vertiefungen, den sogenannten "Pits" kodiert. Der Laserstrahl, der die CD liest, wird durch die Übergänge zwischen "Pit" und "Land" moduliert.
  • Photo-CD

    Ein Standard von Kodak und Philips, um Kleinbild-Negative und -Dias digitalisiert in mehreren Sessions auf CDs zu speichern. Er entspricht dem Orange Book, Teil II (Multisession). Die Daten werden in Mode 2, Form 1 aufgezeichnet.
    Abhängig von den verfügbaren Treibern und Applikationen können Photo-CDs auf Photo-CD-Playern, CD-i-Playern, PCs (Macintosh, IBM, Amiga, RISCs, usw.) und auf 3DO-Stationen abgespielt werden. Neben der herkömmlichen Photo-CD gibt es einige abgeleitete Formate für spezielle Anwendungsfälle: Pro-Photo-CD, Photo-CD Portfolio, u.a.
  • Postgap

    Einige CD-Formate erfordern ein Umschalten der Trackmodi z.B. von ROM auf Audio. Der "Postgap" (die nachfolgende Lücke) ist die Pause nach einem Track, in der der Trackmodus umgeschaltet wird. Er muß eine Länge von 150 Sektoren (gleich 2 Sekunden) haben.
  • Premastering

    Beim Premastering werden die Daten des Kunden (Audio, Video, ROM) in ein Format überführt, das im Glasmastering weiterverarbeitet werden kann. Dieser Schritt umfaßt die Formatierung nach ISO 9660, Red Book oder einem anderen Format. Resultat des Premasterings ist ein Datenträger, dessen Inhalt exakt dem der zu vervielfältigenden CD entspricht.
  • Programmbereich

    Der Programmbereich enthält in maximal 99 Tracks die eigentlichen Daten, auf die der Nutzer zugreifen kann. Er reicht von 25 bis maximal 58 mm Radius.
    Siehe auch Lead-ln, Lead-Out, Session.
  • Push-Pull-Signal

    Das Push-Pull-Signal wird mittels einer speziell geteilten Fotodiode direkt aus dem reflektierten Laserlicht eines CD-Lesegerätes gewonnen. Es ist ein Maß für Störungen in der Spiralform der Informationsspur. Gleichzeitig bildet es die Grundlage der Spurnachführung bei CD-Playern mit Einstrahl-Laseroptik.
    Siehe auch Radial Noise.
  • Radial Noise-Signal

    Im Idealfall hat die Informationsspur auf einer CD Spiralform. Abweichungen müssen durch eine Nachführung der Lasereinheit kompensiert werden. Da sie radial geschieht, wird das entsprechende Steuersignal als "Radial Noise-Signal" bezeichnet.
    Siehe auch Push-Pull-Signal.
  • Red Book

    Der grundlegende und älteste CD-Standard beschreibt das gesamte System der Audio-CD (CD-DA, Digital Audio) inklusive Codierung, Fehlerkorrektur und Indizierung. Alle weiteren Formate fußen auf dem Red Book.
  • Replikation

    Der eigentliche Vervielfältigungsprozeß beginnt mit dem Plastifizieren des Ausgangsmaterials (Granulat aus Polycarbonat) bei ca. 30C und dem Spritzen der CDs. Beim Verlassen der Spritzgußmaschine tragen die bis dahin transparenten CDs bereits die Informationen in Form der Pit-Struktur. Damit der Laserstrahl in einem CD-Player oder CD-ROM-Laufwerk die Daten erkennt, folgt die Beschichtung (Sputtering) mit einem reflektierenden Material (meist Aluminium).
    Um diese sehr dünne Metallschicht zu schützen, wird die CD abschließend mit einem Schutzlack versiegelt. Ein Scanner tastet danach alle CDs auf optisch sichtbare Defekte ab - fehlerhafte CDs werden aussortiert. Digitale Fehler sind nur offline in designierten Inspektionsgeräten durch ein vollständiges Auslesen der Nutzerdaten festzustellen. Dafür werden die Chargen während der Produktion stichprobenartig kontrolliert.
  • Rock Ridge Extension

    Um den Anforderungen fortgeschrittener Betriebssysteme und ihrer verbesserten Dateisysteme gerecht zu werden, wurde die Rock Ridge Extension als Ergänzung zum ISO 9660 definiert. Damit ist es unter anderem möglich, Dateinamen mit bis zu 256 Zeichen Länge auf einer CD zu speichern und Zugriffsrechte auf Daten umfassender zu regeln.
    Siehe auch ISO 9660, ISO 9660 Level 2.
  • Session

    Eine Session besteht aus Lead-ln, Programmbereich und Lead-Out. Ist mehr als eine Session auf einer CD aufgezeichnet, so spricht man von einer Multisession-CD. Anwendungsbeispiele sind die Photo-CD und die CD-Plus (Enhanced Music Disc).
  • Subcode

    Der Subcode wird gemeinsam mit den Nutzerdaten (Audio, Video, ROM) auf eine CD geschrieben. Er enthält Informationen, die der Player benötigt, um die gewünschten Daten auf einer CD zu finden. Im Subcode stehen z.B. auch Spielzeit und Tracknummern/Indizes einer CD, die von Audio CD-Playern angezeigt werden.
  • TOC (Table Of Contents)

    Der TOC ist das Inhaltsverzeichnis, in dem alle Tracks (außer CD-i-Tracks) einer CD aufgelistet sind. Er steht zu Beginn einer CD im Subcode des Lead-ln.
  • Video-CD

    Auf einer Video-CD werden nach MPEG-i komprimierte Video- und Audiodaten gespeichert. Der erste Track liegt im ISO 9660 Format vor und enthält die Applikationen zum Abspielen der Videos. Alle weiteren Tracks enthalten die Videodaten (sogenannte MPEG-Streams).
  • White Book

    Ein auf der CD-Bridge basierender Standard für Video-CD und Karaoke-CD von Philips und JVC. Im wesentlichen geht es um die Speicherung von digitalisiertem Video nach der MPEG-1 Norm (MotionPictureExpertGroup, Hardwarekompression). Die Aufzeichnung der Daten erfolgt in Mode 2, Form 2.
    Zur Wiedergabe werden ein CD-i-Spieler mit Full-Motion-Erweiterung oder ein Computer mit MPEG-Karte benötigt.
  • WORM (Write Once Read Many)

    Das Aufzeichnungsprinzip einer WORM ist mit dem der CD-R identisch. Ihre äußeren Abmessungen und ihr Datenformat sind allerdings grundverschieden von einer CD-R, die nach einem der Color Books beschrieben wurde. WORM-Discs lassen sich nur in speziellen WORM-Playern abspielen.
    Siehe auch CD-R, CD-MO, MOD.
  • Yellow Book

    Das Yellow Book beschreibt die physikalischen Parameter einer CD-ROM, nicht jedoch das Dateisystem. Es werden zwei Modi unterschieden:
    Mode 1 enthält 2048 Byte Nutzerdaten pro Sektor (Block) plus Daten zur Fehlererkennung und -korrektur (EDC, ECC).
    Mode 2 verfügt nicht über die vorgenannten Korrekturmöglichkeiten, bietet dafür aber 2336 Bytes Nutzerdaten pro Block.

    Damit ist Mode 2 prädestiniert für datenintensive Anwendungen, bei denen es primär auf hohe Datenraten ankommt, wie z.B. bei Video (MPEG).